Fair for Life

Fair for Life

Wofür steht Fair for Life?

Fair for Life ist ein Zertifizierungsprogramm, das darauf ausgerichtet ist, die Prinzipien des fairen Handels in landwirtschaftlichen und handwerklichen Lieferketten weltweit umzusetzen.

Es basiert auf einer Reihe von Anforderungen, die darauf abzielen, nachhaltige Handelsbeziehungen zu fördern, die auf Dialog und gemeinsamer Verantwortung entlang der gesamten Lieferkette beruhen.

Der Standard ist in acht Hauptthemen gegliedert und vereint soziale, ökologische und Fair-Trade-Anforderungen, die als Orientierung für die Praktiken der Akteure innerhalb zertifizierter Lieferketten dienen.

In der Praxis wird die Einhaltung dieser Anforderungen durch regelmäßige unabhängige Audits überprüft, die nach international anerkannten Zertifizierungsgrundsätzen durchgeführt werden, insbesondere gemäß der Norm ISO 17065.

Individuelles Engagement zum Nutzen aller. Beratung mit Interessengruppen und öffentliches Feedback sind ein wesentlicher Bestandteil der Weiterentwicklung von Fair for Life und spiegeln unser Engagement für Einbindung und Transparenz wider.

Warum für Fair for Life entscheiden?

Die Entscheidung für das Fair For Life Zertifizierungsprogramm bedeutet:

Unterstützung fairer Preise

Fair for Life setzt sich für die Einführung eines transparenten Mindestpreises sowie fairer Preisbildungsmechanismen ein, die darauf abzielen, Produzent*innen und landwirtschaftlichen Arbeitskräften gerechtere und stabilere Einkommen zu ermöglichen.

Dieser Mechanismus steht im Mittelpunkt der Zertifizierung: Er trägt dazu bei, die wirtschaftlichen und sozialen Bedingungen von Produzent*innen, Arbeitnehmer*innen und ihren Gemeinschaften zu stärken.

Einführung respektvoller, sicherer und würdiger Arbeitsbedingungen

Fair for Life überprüft die Umsetzung von Praktiken, die sichere, respektvolle und menschenwürdige Arbeitsbedingungen fördern und damit zum Wohlbefinden der Beschäftigten sowie zur Verbesserung ihrer Arbeitsbedingungen beitragen.

Stärkung der Selbstbestimmung benachteiligter Gemeinschaften

Im Rahmen des Fair for Life-Programms werden Ansätze gefördert, die es traditionell marginalisierten Gruppen – etwa Frauen oder indigenen Gemeinschaften – ermöglichen, ihre wirtschaftliche Autonomie zu stärken und sich aktiv an Entscheidungen zu beteiligen, die sie direkt betreffen.

Anwendung verantwortungsvoller Umweltpraktiken

Fair for Life fördert die Anwendung landwirtschaftlicher Anbau- und Erntepraktiken, die Umweltaspekte und ökologische Herausforderungen berücksichtigen. Die Zertifizierung zielt auf die Sensibilisierung für den agroökologischen Wandel ab, unterstützt den sparsamen Umgang mit natürlichen Ressourcen und motiviert gegebenenfalls zur Bio-Zertifizierung.

Ziel ist es, negative Auswirkungen auf die Ökosysteme zu begrenzen und gleichzeitig die Resilienz des Sektors zu stärken.

Unterstützung einer von Produzent*innen getragenen lokalen Entwicklung

Fair for Life unterstützt Entwicklungsinitiativen, die von Produzentenorganisationen geleitet werden, durch zweckgebundene Entwicklungsfonds. Durch die Förderung von Investitionen in Bildung, Gesundheit und lokale Infrastruktur unterstützt das Programm Projekte, die auf die Prioritäten und Bedürfnisse der beteiligten Gemeinschaften ausgerichtet sind.

Die Entscheidung für Fair for Life bedeutet auch, Engagement mit Wirkung zu verbinden:

Ein zusätzliches Instrument zur Bewältigung neuer regulatorischer Anforderungen

Angesichts steigender Erwartungen in Bezug auf Arbeitsbedingungen, Umweltpraktiken und Transparenz in Lieferketten unterstützt Fair for Life Unternehmen dabei, ihr Engagement zu stärken und durch unabhängig überprüfte Praktiken glaubwürdig nachzuweisen.

Proaktives Risikomanagement

Ein fairer Beschaffungsansatz hilft Organisationen, potenzielle soziale, ökologische und ethische Risiken frühzeitig zu erkennen und wirksam zu steuern.

Durch die Integration verantwortungsvoller Beschaffungspraktiken können Unternehmen Herausforderungen antizipieren, die sich auf ihre Lieferketten oder das Vertrauen ihrer Stakeholder auswirken könnten. Die Verankerung verantwortungsvoller Beschaffung in der Unternehmensstrategie ist damit ein wichtiger Hebel zur Stärkung der langfristigen Resilienz und nachhaltigen Entwicklung des Unternehmens.

Stärkung der Markenreputation und Kundenbindung

Die Fair For Life-Zertifizierung macht Ihr Engagement für fairen Handel, menschenwürdige Arbeitsbedingungen und verantwortungsvolle Umweltpraktiken sichtbar und glaubwürdig.

Durch die unabhängige Überprüfung Ihrer Praktiken schafft Fair for Life Vertrauen bei Kund*innen sowie weiteren Stakeholdern. Die Zertifizierung kann dazu beitragen, die Reputation Ihrer Marke zu stärken, Ihre Glaubwürdigkeit zu erhöhen und eine langfristige Kundenbindung zu fördern.

Erschließung neuer Märkte

Fair gehandelte Produkte ermöglichen es Unternehmen, die wachsende Nachfrage von Verbraucher*innen nach Produkten mit glaubwürdigen und überprüfbaren Nachhaltigkeitsleistungen zu bedienen.

Die Fair For Life-Zertifizierung unterstützt Unternehmen dabei, diese Produkte klar zu positionieren und ihr Engagement für verantwortungsvolle Beschaffung sichtbar zu machen. So können neue Marktchancen erschlossen und Zielgruppen erreicht werden, die Wert auf nachweisbar nachhaltige und faire Lieferketten legen.

Geschichte und Entwicklung des Zertifizierungsprogramms

2005 – 2010

Neue Denkansätze im fairen Handel

Fair for Life wurde 2005 mit dem Ziel gegründet, die Fair Handels-Praktiken langfristig zu verändern.

Von Anfang an zeichnete sich unser Standard durch einen innovativen, auf die komplexen Bedingungen des globalen Marktes abgestimmten Ansatz aus.
Dank unseres starken Engagements für Fairness, Transparenz und Nachhaltigkeit haben wir weltweit das Vertrauen von Unternehmen, Organisationen und Verbraucher*innen gewonnen.

Thanks to our ongoing commitment to fairness, transparency and sustainability, we have earned the trust of companies, organizations and consumers worldwide.

2010 – 2015

Angesichts eines sich ständig verändernden globalen Marktes wurde Fair for Life regelmäßig angepasst und seine Effektivität und Wirkungskraft gestärkt.

Im Jahr 2010 haben wir eine umfassende Überarbeitung unserer Anforderungen vorgenommen und sie deutlich verschärft.


Dann, im Jahr 2013, wurde in einer weiteren Überarbeitung der Fokus noch klarer und präziser herausgearbeitet, um den Bedürfnissen der um verantwortungsvolles Handeln bemühten Akteure noch besser gerecht zu werden.

2016 – bis heute

Im Jahr 2016 trat Fair for Life in eine neue Phase ein, geprägt von Zusammenarbeit und innovativem Austausch.

Zwischen 2016 und 2017 wurden der Fair for Life-Standard von IMO und der Fair Trade-Standard von Ecocert zu einem neuen, einheitlichen und klaren Standard für fairen Handel und verantwortungsvolle Lieferketten zusammengeführt. Diese gemeinschaftliche Überarbeitung hat die Lesbarkeit und Relevanz unserer Anforderungen erheblich verbessert.

Im Jahr 2022 wurde unser Standard erneut überarbeitet und auf Kosmetika, medizinische Produkte und Nahrungsergänzungsmittel ausgeweitet. Damit wurde unsere Rolle als Maßstab für einen faireren und nachhaltigeren Handel weiter gestärkt.

Fair for Life-Richtlinien und Downloads